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Ein Wochenende für mehr Mitbestimmung

Wie Jugendliche Kirche mitgestalten wollen

Was braucht Kirche, damit sich junge Menschen wirklich gesehen und ernst genommen fühlen? Genau dieser Frage sind wir an einem Wochenende von Freitagabend bis Sonntagmittag im Haus Friede in Hattingen nachgegangen.

Das Wochenende war bewusst als Auftakt gedacht: Wir haben an diesem Wochenende sie Grundlagen gelegt, Ideen gesammelt und eine gemeinsame Vision entwickelt, wie Kinder und Jugendliche Kirche künftig aktiv mitgestalten können.

Wer war dabei?

Mit dabei waren drei Hauptamtliche aus dem Jugendreferat, 15 ehrenamtlich Engagierte aus dem gesamten Kirchenkreis sowie unser FSJler. Gemeinsam haben wir intensiv gearbeitet, ausprobiert, diskutiert und nach vorne gedacht.

Freitagabend: Ankommen & Ausprobieren

Der Freitagabend stand ganz im Zeichen des Ankommens. Anhand von Spielen für den Eröffnungsabend des KonfiCamps haben wir ausprobiert, wie ein guter, lockerer Einstieg für Konfirmandinnen und Konfirmanden aussehen kann. Dabei ging es nicht nur um Spiele an sich, sondern darum, Gemeinschaft zu erleben und Lust auf mehr zu machen.

Samstagvormittag: Miteinander achtsam umgehen

Am Samstagvormittag haben wir uns mit dem Thema Awareness beschäftigt. Also mit der Frage: Wie sorgen wir dafür, dass sich alle wohl und sicher fühlen? Anhand konkreter Beispiele haben wir über Grenzachtung, respektvollen Umgang und schwierige Situationen gesprochen, die in der Kinder- und Jugendarbeit vorkommen können. Ein wichtiger Baustein für gute und verantwortungsvolle Jugendarbeit.

Samstag­nachmittag: Unsere Vision von Kirche

Ein zentraler Teil des Wochenendes war die gemeinsame Arbeit an einer Vision für Kinder- und Jugendbeteiligung. Ohne fertigen Text, sondern aus den Gedanken und Erfahrungen der Gruppe heraus, ist ein Visionstext entstanden.

Er beschreibt eine Kirche, die sich anfühlt wie ein offener Raum:
ein Ort, an dem man so kommen darf, wie man ist,
an dem Vielfalt willkommen ist,
an dem junge Menschen mitreden, mitentscheiden und mitgestalten dürfen.

Kurz gesagt: eine Kirche, in der Kinder und Jugendliche nicht nur dabei sind, sondern dazugehören.

Auf dieser Grundlage haben wir überlegt, wie Beteiligung ganz konkret aussehen kann. Als mögliche Form wurde eine offene Vollversammlung diskutiert – niedrigschwellig, transparent und offen für alle. Gleichzeitig ist klar: Wie genau das fair und für alle Gemeinden gut umgesetzt werden kann, muss in den nächsten Schritten weiter geklärt werden.

Samstagabend: Ideen für einen KonfiBall

Am Samstagabend wurde es kreativ. In einer offenen Ideenrunde haben wir erste Gedanken für einen KonfiBall gesammelt: von Musik, Technik und Atmosphäre bis hin zu Programmideen und Teamstrukturen. Die Idee dahinter: ein besonderer Abend für Konfirmandinnen und Konfirmanden, der Wertschätzung zeigt und Gemeinschaft feiert.

Sonntagvormittag: KonfiCamp weiterdenken

Zum Abschluss haben wir am Sonntagvormittag nochmal auf das KonfiCamp geschaut. Was funktioniert gut? Was kann sich weiterentwickeln? Dabei sind viele Ideen entstanden – auch in Richtung neuer Formate und mehr Beteiligung der Jugendlichen selbst.

Wie geht es weiter?

Dieses Wochenende war der Startschuss. Die Vision ist da, erste Ideen auch. Als nächster Schritt sollen weitere Menschen in unseren Gremien informiert werden und Projektgruppen die einzelnen Aktionen weiter ausarbeiten und vorbereiten.

Denn klar ist:
Kirche wird dann lebendig, wenn junge Menschen ihre Ideen einbringen können – und ernst genommen werden.