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Schulungswochenende im Lila-Haus: 17 neue Teamer*innen starten ins Ehrenamt

Vom 27. Februar bis 1. März waren wir mit 17 jungen Nachwuchs-Ehrenamtlichen aus den Gemeinden Christus, Letmathe, Trinitatis, Hohenlimburg, Westhofen und Emmaus gemeinsam im Lila-Haus in Bielefeld unterwegs. Mit drei Fahrzeugen ging es am Freitagnachmittag los – für viele war es das erste Wochenende dieser Art und damit auch ein erster Schritt in die Mitarbeit in der Kinder- und Jugendarbeit.

Im Mittelpunkt stand eine große Frage:
Was bedeutet es eigentlich, Teamer*in zu sein?

Die eigene Rolle finden

Zu Beginn haben wir uns damit beschäftigt, was die Rolle als neue ehrenamtliche Mitarbeitende ausmacht. Welche Aufgaben kommen auf mich zu? Was kann ich schon – und wo darf ich auch unsicher sein? Schnell wurde deutlich: Niemand muss alles allein können. Viele Fähigkeiten entstehen erst im Tun, und vieles kann ein Team gemeinsam tragen. Es ging darum, eigene Stärken wahrzunehmen, Grenzen zu erkennen und zu verstehen, dass gute Jugendarbeit immer Teamarbeit ist.

Wie Gruppen funktionieren

Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema Gruppen und Spiele.
Wir haben uns angeschaut, wie Gruppen entstehen, warum die ersten Treffen oft holprig sind und welche Phasen Gruppen durchlaufen. Besonders praktisch wurde es dann bei den Spielen: Wir haben nicht nur gespielt, sondern gemeinsam überlegt, was Spiele eigentlich mit einer Gruppe machen.
Wie entsteht Vertrauen?
Wie lernen sich Kinder kennen?
Und warum kann ein gutes Spiel manchmal mehr bewirken als ein langes Gespräch?

Dabei wurde klar: Spiele sind nicht nur Zeitfüller – sie können Gruppen zusammenführen, Hemmungen abbauen und Gemeinschaft entstehen lassen.

Rechtliches: Aufsichtspflicht

Natürlich gehört auch Verantwortung dazu. Deshalb haben wir uns mit dem Thema Aufsichtspflicht beschäftigt.
Was darf ich?
Worauf muss ich achten, wenn ich mit Kindern unterwegs bin?
Wie handle ich in schwierigen Situationen?

Gerade für neue Ehrenamtliche ist das oft ein unsicheres Feld. Ziel war es, Sicherheit zu geben – nicht durch Angst vor Fehlern, sondern durch Wissen und gute Vorbereitung.

Andachten kreativ gestalten

Zum Abschluss ging es um die inhaltliche Seite der Arbeit: Andachten gestalten.
Wie wird aus einem Bibeltext, einem Song oder einem persönlichen Gedanken eine Andacht mit rotem Faden? Wie kann ich etwas so erzählen, dass Kinder und Jugendliche es verstehen – und vielleicht sogar etwas davon mitnehmen?

Die Teilnehmenden entwickelten eigene Ideen und setzten sie direkt um. Dabei zeigte sich: Gute Andachten müssen nicht kompliziert sein. Entscheidend ist, dass sie ehrlich sind und etwas mit dem Leben der Jugendlichen zu tun haben.

Mehr als nur Schulung

Neben den Einheiten blieb viel Zeit für Gemeinschaft. Wir haben zusammen gekocht, gespielt, gelacht, diskutiert und einfach Zeit miteinander verbracht. Gerade diese gemeinsamen Momente haben aus einer Gruppe einzelner Teilnehmender langsam ein Team werden lassen.

Gestaltet und begleitet wurde das Wochenende von einem Team junger Mitarbeitender gemeinsam mit Jugendreferent Sebastian Zelder und Gemeindepädagoge Jörg Chilla.

Am Ende stand nicht nur neues Wissen, sondern vor allem etwas anderes:
Aus Interessierten sind Mitarbeitende geworden – und aus einer Gruppe ein Anfang von Gemeinschaft.

Wir freuen uns darauf, viele von ihnen bald in den Kinder- und Jugendgruppen unserer Gemeinden wiederzusehen.